Wenn man mit Konservativen über "die Inhalte der Grünen" diskutiert, hört man seit einiger Zeit häufig, die Grünen seien überflüssig. Weil, so die Konservativen, die CDU ja nun aus der Atomkraft aussteige. Und auch sonst hätten die Konservativen verstanden. Und überhaupt sei ja Umweltschutz oder auch Verbraucherschutz sowieso eigentlich ein konservatives Anliegen.
Und nun zurück in die Realität. Was CDU/CSU real unter Verbraucherschutz verstehen, sieht man seit dem Amtsantritt von Ilse Aigner überdeutlich. Um es kurz zu machen: Sie sollte das Ministerium im "Herstellerschutzministerium" umbennen. Das käme der Realität nahe.
Aigners neuester Streich: Die Frau Ministerin möchte, dass die Bürger abgelaufene Lebensmittel essen. Das ist kein Witz, das möchte die Dame wirklich, wie u.a. die
Frankfurter Rundschau berichtet.
"Janee, is klar", würde Atze Schröder sagen. Die Hersteller schreiben das Mindesthaltbarkeits-Datum da ja auch nur aus Spass drauf. Natürlich gibt es Lebensmittel, die nach dem Ablauf des MHD noch geniessbar sind. Nur: Der Verbraucher kann das nicht beurteilen. Geruchs- und Geschmackssinn des sind einfach zu schlecht ausgeprägt, um Konzentrationen von Toxinen, die langfristig schädlich sind, zu erkennen. Ein Verbracher kann sich durch den Verzehr abgelaufener Lebensmittel schädigen, auch wenn diese nochausgezeichnet aussehen, riechen und schmecken. Und das schönste daran: Passiert dies, wird kein Hersteller solcher Lebensmittel auch nur einen Cent zahlen. Schliesslich sind die Unternehmen nach Ablauf des MHD aus der Haftung.
DAS ist Verbracherschutz, wie ihn die Konservativen verstehen.